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Lawrow besucht Abchasien um Kaffee zu trinken

Mittwoch, 19. April 2017 , von Freeman um 13:00

Der russische Aussenminister Sergei Lawrow hat die Republik Abchasien für zwei Tage besucht und wurde dabei gesichtet wie er an der Strandpromenade der Hauptstadt Suchum einen Kaffee getrunken hat. Es handelt sich dabei nicht um irgendeinen Ort wo man im Freien einen Kaffee trinkt und die Bewohner von Suchum Schach, Backgammon und Domino spielen, sondern es ist das berühmte Kaffee wo schon Hồ Chí Minh und Fidel Castro bei ihrem Besuch von Abchasien Kaffee getrunken haben.

Das Lokal heisst "Brekhalovka" was ungefähr "Ort wo viel geredet wird" bedeutet. Es besteht aber nur aus einem kleinen Kabäuschen und einem überdachten Aussenbereich mit Tische und Bänken:


Der Kaffee wird traditionell in einem Kupferpfännchen in heissem Sand zubereitet, schwarz mit Zucker:



Sergei Lawrow in lustiger Runde von abchasischen Politikern umgeben:


Damals 1963 Nikita Chruschtschow mit Fidel Castro in Abchasien:





Lawrow kam natürlich nicht nur für einen Kaffee nach Abchasien sondern hat das neue Botschaftsgebäude der Russischen Föderation in Suchum eröffnet:



Ausserdem wurden Gespräche mit der Führung der Republik Abchasien abgehalten, mit Präsident Raul Chadschimba und Aussenminister Daur Kowe.

Abchasien muss für Russland sehr wichtig sein (lol), denn obwohl das Land klein ist und nur 250'000 Einwohner hat, ist die neue russische Botschaft das grösste Gebäude der abchasischen Hauptstadt und fast grösser als die russische Botschaft in Washington!



Da frag ich mich, was soll diese unverhältnismässige Grössenordnung bedeuten? Ist Moskau der wirkliche Herr im Lande? Sieht so aus.

Da Lawrow sich Zeit nimmt, um zur Botschaftseröffnung nach Suchum zu reisen und dort gemütlich einen Kaffee zu trinken, wird die Gefahr eines Weltkrieges nicht gerade akut sein ;-)

insgesamt 7 Kommentare:

  1. Mein Urgroßvater (Väterlich) kommt aus Sochumi (Pontusgriechische Minderheit).Wurden dann vertrieben....nach Trapezounta (Heute Trapzon/Türkei)....von dort vertrieben....nach Griechenland.
    Daher der Name Georgiadis (aus Georgien kommend).
    Abchasien war auch ewig ein Zankapfel der Mächte.

  1. Hauptsache da selbst ein Freund von gutem Kaffee das er dem russischen Außenminister geschmeckt hat
    Kaffee...guter dazu verführt immer wieder zu einem gutem Gespräch
    Hoffe das alle Seiten ein gutes konstruktives Gespräch hatten
    Die grösse oder winzigkeit eines Gebäude ist unwichtig wie in diesem Fall zu bewundern
    Wichtig...der Kaffee!

  1. boogieman sagt:

    Ich wage mal zu behaupten, im Gegenzug zu den abgewrackten westlichen Kriegshetzern gehts bei Gesprächen unter Diplomaten aus den ehemaligen Sowjetrepubliken wesentlich entspannter zu. Klar, wer die Welt nicht seit etlichen Jahrzehnten mit Krieg überziehen muss, kann sich eher den schönen Dingen des Lebens widmen, und in fröhlicher Runde seinen Kaffee genießen. Was mir auch aufgefallen ist, die Anzahl seiner Personenschützer ist recht überschaubar. Wenn Lawrows amerikanisches Pendant dort mit aufgetaucht wäre, hätten sie im Vorfeld wohl erst mal ähnlich wie beim G8- Gipfel sämtliche Gullydeckel um das Kaffeehaus zugeschweißt, einen Stacheldrahtzaun mit Panzersperre rumgezogen, und den Zugang wie den Kasernentor bewacht, auch aus gutem Grund, denn es scheint offensichtlich nicht wenige zu geben, welche den Überbringern von ,,westlichen Werten wie Freiheit und Demokratie'' an den Kragen wollen...

  1. MuzWa sagt:

    Sieht doch Alles orgentlich aus, denn die NATO hat noch nicht das Land "Befreit" und die Westlichen Werte gebracht. Viele Parks, viel Öffentlichen Raum, nicht an irgendwelche Mafiosi verkauft des Georg Soros und anderen Verbrechern

  1. Ron Farkas sagt:

    Groß ist relativ. Das US-Konsulat in Frankfurt ist bei weitem größer

  1. Nebenbei bemerkt, es freut einen wirklich zu beobachten wenn Politiker sich als anständige, zivilisierte und kulturliebende Menschen benehmen. Manschmal hat man den Eindruck dass der Nord der Kultur jetzt Ost heissen möchte.

  1. T.N.T. sagt:

    "Da Lawrow sich Zeit nimmt, um zur Botschaftseröffnung nach Suchum zu reisen und dort gemütlich einen Kaffee zu trinken, wird die Gefahr eines Weltkrieges nicht gerade akut sein ;-)"

    Basiert die Entspanntheit nicht vielleicht eher darauf, daß die geistig unterbemittelten, tollwütigen Cowboys z.Z. mehr China auf dem Kieker haben und die Russen dadurch nicht nur direkt entlastet sind, sondern auch die Wahrscheinlichkeit steigt, daß die Chinesen einsehen, daß mit hinreichenden Zugeständnissen allein, kein dauerhaftes Auskommen mit den Amis zu erreichen sein wird und damit die Bereitschaft der Chinesen steigt, sich den Russen mehr "auf Kanonenbootebene" anzuschließen?